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VORBEZUG WEF

Verpfändung oder Vorbezug (WEF)
 
Ein aktiver Versicherter kann bis zum 62. Geburtstag einen Betrag aus dem Renten- und/ oder Sparplan zur Finanzierung von Wohneigentum zum eigenen Bedarf (Erwerb und Erstellung von Wohneigentum, Beteiligungen an Wohneigentum oder Rückzahlung von Hypothekardarlehen) vorbeziehen oder verpfänden.
 
Verpfändung zur Finanzierung von Wohneigentum
 
Eine Verpfändung zu Gunsten des Hypothekargläubigers hat gegenüber dem Vorbezug den Vorteil, dass keine Kürzung der Altersleistungen erfolgt. Ausserdem wird keine Kapitalsteuer fällig und es besteht weiterhin die Möglichkeit Einkaufssummen in die Pensionskasse zu leisten. Die Höhe der Verpfändung der Freizügigkeitsleistung kann im Pfandvertrag mit dem finanzierenden Hypothekargläubiger festgelegt werden.
 
Im Falle einer Pfandverwertung (z.B. bei Zahlungsunfähigkeit des Hypothekarnehmers) kann der Gläubiger die Verpfändung geltend machen. In diesem Fall wird der verpfändete Betrag an den Gläubiger überwiesen und die Altersleistungen werden entsprechend reduziert. Zudem wird eine Kapitalsteuer fällig.
 
Vorbezug zur Finanzierung von Wohneigentum
 
Bis zum 50. Altersjahr dürfen Versicherte einen Betrag bis zur Höhe der Freizügigkeitsleistung beziehen. Versicherte, die das 50. Altersjahr überschritten haben, dürfen höchstens die Freizügigkeitsleistung, auf die sie im 50. Altersjahr Anspruch gehabt hätten oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt des Bezuges in Anspruch nehmen.
 
Weitere Rahmenbedingungen:
  • CHF 20'000.00 Mindestbetrag
  • Vorbezug nur alle 5 Jahre möglich
  • Einkauf in die Pensionskasse erst nach vollständiger Rückzahlung des Vorbezugs möglich
  • Einkäufe sind 3 Jahre für Vorbezug gesperrt
  • Rückzahlungspflicht bei Veräusserung oder Rechte an dem Wohneigentum eingeräumt werden, die einer wirtschaftlichen Veräusserung gleichkommen (z.B. Vermietung)
  • Rückzahlungspflicht im Todesfall, wenn keine Ehegattenrente fällig wird (z.B. Unverheiratete)
 
Bei einem Vorbezug werden die Austrittsleistungen in dieser Reihenfolge verwendet:
  1. das Kapital des Zusatzkontos
  2. das Kapital des Sparkontos
  3. das Altersguthaben

Bei einer Rückzahlung des Vorbezugs wird in umgekehrter Reihenfolge verfahren.

 

Zu diesem Thema gibt es ein Merkblatt. Welchen Einfluss ein Vorbezug auf die voraussichtlichen Altersleistungen hat, können Sie hier simulieren. Einen Steuerkalkulator für den Kanton St. Gallen finden Sie unter www.steuern.sg.ch.

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